Ein open Source Konenwickler — für alle, die textile Wertschöpfung dezentral denken.
Worum es geht
Eine gleichmäßig gewickelte Garnkone, von der sich ein Faden wieder problemlos abwickeln lässt, ist Grundvoraussetzung für jede maschinelle Textilproduktion. Industrielle Garn-Wickelmaschinen sind aber teuer, groß und schwer zu warten. Dieses Projekt entwickelt eine Open Source Alternative: einen modularen Konenwickler, lokal produzierbar und für alle frei verfügbar dokumentiert. Damit wird eine Grundlagentechnologie zugänglicher.
Der Kniff
Eine rotierende Trommel sorgt für die Hin- und Herbewegung des Fadens beim Aufwickeln. Sie ist das Herzstück einer Wickelmaschine. Die Trommel hat eine spiralförmigen Nut, die zunächst nach rechts läuft, am Ende umkehrt wieder nach links zurück läuft. Der Faden wird von dieser Nut mitgeführt, während sich die Trommel dreht. Gleichzeitig treibt die Trommel durch Reibung die Spule an, auf die gewickelt wird. Aufwickeln und die Links-Rechts-Bewegung werden mit nur einem einzigen Motor erzeugt.
Selber bauen
Alle Dateien, Stücklisten und Schritte liegen offen. Die Trommel entsteht aus dem parametrischen Skript, alles andere aus Standardteilen und dem, was in einem gut ausgestatteten Makerspace steht.
Lizenzen
Hardware, Software und Dokumentation stehen unter je einer eigenen Lizenz — passend zur Art des Werks, aber mit derselben Grundidee: Alles darf verändert und kommerziell genutzt werden — aber jede Weitergabe, ob Hardware, Code oder Doku, geschieht wieder unter derselben Lizenz.
Hardware
Software und Firmware
Dokumentation
Wer steckt dahinter

Norman Heck (er /ihm)
Industriedesigner, Maker
Mich interessiert es besonders, Werkzeuge für die Wertschöpfungskette im Textilbereich, die der industrie vorbehalten sind, zu demokratisieren und für alle verfügbar zu machen. Gerade baue ich eine kleine Werkstatt auf, restauriere alte Strickmaschinen und hauche ihnen neues Leben ein.
Werkzeug
In den Ring sind alle Werte eingraviert, aus denen die Trommel erzeugt wurde — Durchmesser, Hub, Umdrehungen je Hub, Nutprofil, Kreuzungsrampen. Vierunddreißig Felder in einundneunzig Zeichen, die letzte Stelle ist eine Prüfziffer.
Damit lässt sich ein Teil, das man in der Hand hält, exakt rekonstruieren — ohne die ursprüngliche Datei, ohne Zeichnung, ohne Rückfrage.
Code aufschlüsselnVon außen nach innen gelesen, der Strich markiert den Anfang.